
Hofkirche St. Leodegar, Luzern
MUSIK AM HOF
Abendkasse ab 19:30 Uhr
Eintritt: 45 CHF
Jugendliche und Studierende mit Ausweis 25 CHF
Vorverkauf: www.eventfrog.ch
VOCES SUAVES
Sopran I: Sara Jäggi, Jessica Jans
Sopran II: Christina Boner
Alt: Jan Thomer, Laura Kull
Tenor: Andrés Montilla Acurero, Zacharie Fogal
Bass: Joachim Höchbauer, Tobias Wicky
Theorbe: Ori Harmelin
www.voces-suaves.ch

LES CORNETS NOIRS
Violinen: Katharina Heutjer, Cosimo Stawiarski
Gamben: Brian Franklin, Thomas Goetschel
Violone: Matthias Müller
Cornetti: Frithjof Smith, Gebhardt David
Posaunen: Henning Wiegräbe, Julia Fischer
Fagott: Carles Cristobal
Orgel und musikalische Leitung:
Jörg-Andreas Bötticher
www.lescornetsnoirs.org
Im Juli 2026 jährt sich der Geburtstag des Schweizer Komponisten Johann Melchior Gletle zum 400. Mal. Die beiden europaweit tätigen Schweizer Ensembles Voces Suaves und Les Cornets Noirs nehmen dies zum Anlass, die Musik des aus Bremgarten (AG) stammenden und bei den Jesuiten in Fribourg ausgebildeten Gletle in einer attraktiven Programmauswahl einem breiten Publikum vorzustellen. Dabei sollen hauptsächlich bisher unbekannte Werke aus verschiedenen Schaffensperioden Gletles erklingen, u.a. aus seiner ersten Sammlung Expeditionis musicae classis (op. 1, 1667), Psalmi beves (op. 2, 1668), Missae concertatae (op. 3, 1670) und aus den Solomotetten (op. 5, 1677). Die beiden Ensembles treten mit ihrer Maximalbesetzung von zehn Sängern, fünf Bläsern, fünf Streichern und Basso continuo auf und werden von Jörg-Andreas Bötticher an der Orgel geleitet.
Da bislang nur wenige der über 250 (!) erhaltenen Stücke Gletles in Editionen vorliegen, musste für dieses Projekt viel Recherchearbeit geleistet werden. Im Zentrum des Programms steht die 15-stimmige Missa Regis Gloriae (1670), die anhand der sieben erhaltenen Originalstimmen von Martin Lubenow eigens rekonstruiert wurde. Im weiteren Programmablauf sind kleine und mittelgross besetzte Stücke vorgesehen, mit einem fulminanten und in einem Guss komponierten Magnificat in A-Dur als Schluss. Dieser Querschnitt will zum ersten Mal seit 400 Jahren die erstaunlich italienisch anmutende, rhetorisch spannende und melodisch und harmonisch äusserst spannende Qualität der Musik des späteren Augsburger Domkapellmeister Gletle von ihren verschiedenen Facetten her beleuchten und hörbar machen.
Dank an die Witwe von Michael Schneider für die Zurverfügungstellung eines Stimmbuches für die Rekonstruktion der Messe.